Leserbrief Landbote vom 03.06.2013

Bea  Koti | Winterthur | 28.05.2013
Von Hundehalterin zu Hundehalter

Als aktive Hundesportlerin bin ich wie auch meine KollegInnen auf Möglichkeiten angewiesen, mit meinen Hunden im öffentlichen Raum trainieren zu können. Hundesport bedeutet unter anderem, den Hund sinnvoll und zielgerichtet zu beschäftigen und auszulasten, was in der heutigen Zeit sowieso wünschenswert ist. Was gibt es Schöneres als mit dem Hund gemeinsam eine Aufgabe zu lösen, an der beide Freude haben. Wenn ich mit den Hunden trainiere, sind sie ganz bei der Sache und sicherlich nicht daran interessiert, auf einer Wiese ein Häufchen zu hinterlassen oder sich um Ablenkungen jeglicher Art zu kümmern. Zudem lassen sich gut ausgebildet Hunde auch souverän durch den Alltag führen. Wenn ich einen Landwirt frage, ob ich auf einer frisch gemähten Wiese eine Fährte oder Spur legen darf, höre ich nicht selten eine Schimpftirade auf all die dort (de-)platzierten Hundehaufen und all die Hundehalter, welche das zulassen und deshalb ihre Wiese von jeglichen Hundepfoten verschont bleiben soll. Natürlich verstehe ich die Reaktion und stimme den Landwirten zu, dass das wirklich ein grosses Ärgernis ist. Kothaufen auf einer Wiese sind für die Kühe nicht nur äusserst unappetitlich sondern auch sehr gefährlich, da unter anderem ein Parasit namens Neospora caninum auf das Vieh übertragen werden kann. Ich raufe mir dann insgeheim die Haare ob all den Menschen, welche ihre Hunde auf Wiesen und Weiden Gassi führen oder diese unkontrolliert auf Wiesen und Weiden toben lassen und somit all den Hundehaltern schaden, welche sich an den Hundeknigge halten und auf Wiesen und andere Grünflächen zum Trainieren angewiesen sind. Meine Bitte an die Hundehalter: greift zu den roten Säckli und packt ein, was nicht auf die Felder und grünen Wiesen sondern in die ebenfalls grünen Kübel gehört. Vielleicht gelingt es dann, den einen oder anderen Landwirt wieder etwas versöhnlicher zu stimmen, damit dieser das Vertrauen in die Hundehalter zurückgewinnt und ermöglicht, dass ein glücklicher Hund auf einer frisch gemähten Wiese eine Spur verfolgen oder ein Revier nach ausgelegten Hölzchen absuchen darf. Vom glücklichen Hundehalter ganz zu schweigen. Bea Koti, Hundetrainerin

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