Wenn zwei eine Reise tun...

Heute waren unsere Jüngste im Rudel, Panda 13 Monate und ich, gemeinsam auf einem Stadtauflug in Zürich. Für Panda das erste Mal, für mich seit langem wieder einmal. Dadurch hatte ich die Möglichkeit, ein bisschen in den (Pfoten-) schuhen von Panda zu gehen, die neuen Eindrücke mit ihr zu erleben und zu bewerten.

Ich war innerlich genauso neugierig wie Panda, als wir gemeinsam durch die Stadt spazierten. Beide in einer positiv gestimmten Grundhaltung und mit der Option, die Uebung jederzeit zu beenden, wenn wir genug davon hatten.
Meistens ist es ja so, dass wir unsere Hunde in ein uns sehr vertrautes Lebensumfeld mitnehmen und wir uns - fast- frei von Ueberraschungen auf bekanntem Terrain bewegen. Wir kennen in unserem täglichen «Streifgebiet» jede Ecke, jede Grünfläche, jede Strasse, jedes Haus von aussen und fast jedes Geschäft und auch beinahe alle Menschen und Hunde vom Sehen. Aus diesem Grund geht nicht selten unter, dass für unsere Welpen oder auch Hunde aus dem Tierschutz oder Tierheim ALLES neu und unberechenbar ist. Da ist - noch - nichts vertraut, keine Referenzen, auf die sie zurückgreifen oder Anhaltspukte, an die sie anknüpfen könnten. Es bleibt ihnen nicht viel mehr übrig, als ihrem neuen Menschen zu vertrauen und sich mitführen zu lassen. In der Hoffnung, dass dieser seinem vierbeinigen Freund nur Situationen zumutet, die er auch gut bewältigen kann und realisiert, wann es an der Zeit ist, nach Hause zu gehen. Da ich wie erwähnt schon länger nicht mehr in Zürich war, bedurfte es etwas mehr Hirnleistung meinerseits im Sinne von: orientieren, Neues integrieren, mehr Reize bewältigen, als dass ich das in meinem gewohnten Umfeld täglich mache. Und ich habe auch bemerkt, dass es anstrengender ist, als in Winterthur unterwegs zu sein: mehr Verkehr, all die Trams, die vielen Ampeln, auf die man achten muss, um unversehrt durch und über die Strassen zu gelangen. Wir wurden beide mit optischen, olfaktorischen und akustischen Reizen eingedeckt, unsere Sinne ganz aktiv am Aufnehmen und Verarbeiten. Nach 1h durch die Stadt spazieren, auf dem Markt Aepfel für uns kaufen und vertilgen, ein Geschäft besuchen, zurück am Bahnhof Ticketautomat bedienen und noch einen Latte Macchiato mitnehmen für die Zugfahrt nach Winterthur, haben wir beide genug Zürichluft geschnuppert und sind froh, wieder im Grünen zu sein. Panda macht ein Nickerchen, grunzt zufrieden vor sich hin, ihr Rudel ist wieder komplett und ihre Welt ist und bleibt in Ordnung. Meine übrigens auch.

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