Profi-Tipp: wie du Deinem Welpen das Gehen neben dir beibringst

Bringe Deinem Welpen auf einfache Art «das Gehen an deiner Seite" bei.

Video dazu:
Leineführigkeit erste Schritte
Freifolge erste Schritte Was du dazu benötigst:
Einen Clicker oder dein Markerwort, eine 2m Band-Leine ohne Handschlaufe mit einem kleinen Karabiner zum Festmachen am Gschtältli (dem Gewicht des Welpen angepasst), ein Gschtältli / Brustgeschirr und weiche Belohnungshäppchen.

Die 2m Leine bleibt in den ersten Wochen auf allen Spaziergängen am Brustgeschirr, respektive am Welpen dran, auch wenn er im Freilauf ist. Die stört ihn nicht und ist auch nicht gefährlich wegen Verheddern und so. Im Spiel mit anderen Hunden machst du sie je nach dem ab.

Sinn und Zweck:
Der Welpe lernt so auf eine einfache Art und Weise, dass es gar keine Rolle spielt, ob er angeleint ist oder nicht, weil der Mensch die Leine beiläufig in das Gehen an seiner linken oder rechten Seite integriert. Der Mensch lernt, dass es gar keine Rolle spielt, ob er die Leine in der Hand hält oder nicht, weil auch für den Menschen die Leine eine beiläufige Bedeutung bekommt. Der Welpe geht neben seinem Menschen, weil der Mensch ihn dafür lobt und nicht, weil er ihn an der Leine festhält. Der Mensch lernt so von Anfang an ein präzises Timing und schult seine Präsenz, Achtsamkeit und Reaktion. Die Leine ist nie unter Zug, weil der Mensch sich gar nicht daran gewöhnt, an der Leine zu ziehen.

First of all:
Uebe mit wenig Ablenkung. Geh nicht gleich in die Stadt oder in vielbesuchte Hundeausführgebiete. Passe die Ablenkung durch Aussenreize dem Ausbildungsstand deines Welpen an. Wähle deinen Weg so, dass du auch mal unebenes Gelände hast, um Bäume rum, über liegende Baumstämme, durch einen kleinen Bach etc. Oder gehe grosse Kreise auf einer Wiese. Das bringt Abwechslung und ist für Mensch und Welpe spannend und eine Herausforderung. Mach Richtungsänderungen, variiere im Tempo etc.

Wie gehst du vor:
Du kannst die Leine beiläufig aufnehmen, ein paar Schritte mit deinem aufmerksamen Welpen an der lockeren Leine gehen (später führen wir ein Hör- oder Sichtzeichen dafür ein) und diese wieder fallen lassen und dasselbe tun, also die Aufmerksamkeit des Welpen aufrechterhalten. Das machst du mit viel Lob und Markerwort und Futterbelohnung. Dann gibst du dein Freisignal.
Im Lernprozess «gehen neben seinem Menschen» - benötigen wir zu Beginn viel Aufmerksamkeit des Welpen, also mit Blickkontakt, damit er überhaupt mitbekommt, was wir von ihm möchten. Später, wenn der Welpe / Junghund das Hörzeichen für das aufmerksame Gehen an deiner Seite gelernt hat, unterscheiden wir ein sehr aufmerksames und nahes Gehen an der Seite des Menschen mit oder ohne Leine UND ein entspanntes Gehen mit oder ohne Leine neben dem Menschen mit mehr Aussenfokus. Letzteres kommt aber erst dann zum Zug, wenn der junge Hund das nahe, aufmerksame Gehen bei dir gelernt hat. Im Prinzip passiert das ganz von alleine, wenn du die Belohnung etwas ausschleichst und die Aufmerksamkeit des Hundes weniger auf dich lenkst.
Es spielt also gar keine Rolle, ob die Leine dran ist oder nicht. Nicht die Leine ist ausschlaggebend für die Wahl des jeweiligen Hörzeichens oder die Art des Gehens neben dem Mensch, sondern die Präsenz des Menschen beim Gehen mit seinem Hund und somit der Fokus des Hundes auf seinen Menschen.

Vorteile, die 2m Leine in den ersten Wochen auf den Spaziergängen dran zu lassen:
Dein Welpe erlebt das Angeleint werden nicht als frustrierend, weil es für ihn nebensächlich und nicht relevant ist. Du brauchst in keinem Fall deinen Welpen am Brustgeschirr oder Halsband zu greifen, sondern hast locker die 2m Leine, wenn du ihn doch mal zu dir herholen oder stoppen musst. Ohne Leine lernt der Welpe sehr schnell, dass sein Mensch viel langsamer ist. So entstehen diese Fang - mich – Spiele, wo der Zweibeiner immer verliert.

Dein Gewinn:
Du lernst, dass die Leine nicht zum Festhalten des Hundes gedacht ist, sondern im Prinzip keine Rolle spielt. Sie ist wirklich nur eine Notbremse, also für Notfälle gedacht. Dein Hund verknüpft die Leine nicht mit Ziehen, was wiederum dir, deiner Beziehung zu deinem Hund und eurer beider Gesundheit zugutekommt.

Was muss du tun?
Dein Handling trainieren, die Leine wie eine Feder in den Händen tragen, deine Aufmerksamkeit bei deinem Welpen haben, ein präzises Timing lernen, die Lernschritte sowie Konzentrationsfähigkeit deines Welpen richtig einschätzen, offen sein, einen anderen Weg zu gehen. Und auf jedem Spaziergang üben und zwar alleine und ohne Mitspazierer, die dich von deinem Welpen ablenken

Gerne unterstütze ich dich dabei!

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