"Avani" das Buddha - Katerchen

Eines Nachts war er da, der kleine rote Kater. Sass kläglich miauend vor der Remise, an seinem kleinen Katzenkörper klebte das durchnässte Fell. Wir sind gerade von einem Seminar nach Hause gekommen und wollten die Hofkatzen füttern, wie wir das jeden Morgen und Abend tun. Der Kleine wartete abseits der Fütterungsstelle. Wie er da hingekommen ist, hat er bis heute noch nicht verraten. Wir nahmen ihn in ins Haus, er futterte mit Heisshunger zwei Futterschalen leer, legte sich schnurrend in das bereitgestellte Katzenbettchen und schlief den Schlaf der Erschöpfung. Das ist nun 1 Woche her. Gemeldet hat sich bisher niemand auf die Ausschreibung in der Tiermeldezentrale. Niemand vermissst offenbar einen 9 Monate jungen, unkastrierten, nicht gechippten, roten Kater.

Die Tierärztin war da, er wurde entfloht und entwurmt und lebt seitdem unter 3 Hunden und 2 Menschen. Wie wenn er nie was anderes gekannt hätte. Er schläft mit den Hunden im selben Bett, Leela, die 7 jährige Flathündin darf den Kopf auf ihn ablegen, Devi, unsere Goldi-Grande-Dame und  Rudelälteste, steht öfters staunend vor ihm und überlegt hin und her, ob das nicht doch ein Eichhörnchen sein könnte. Und Panda, unser Teenie, interessiert sich gar nicht für Avani, ist wohl (noch) nicht ihre Liga. Unser Besuch, Pinscherli Ruby, kannte Katzen nur aus der Ferne. Sogar ihr vermittelte Avani innert Kürze, dass Katerlis nicht gefährlich sind.
Während ich diese Zeilen schreibe, liegt er eingebettet in meiner linken Armbeuge und schaut zu, wie sich meine Finger auf den Tasten bewegen. Oder liest er gerade mit, was ich schreibe? Zutrauen würde ich es dem kleinen Kerlchen. Er ist so lebensklug und unendlich liebenswert. Wenn Flati Leela ihn abknutscht von oben bis unten, liegt er da und schnurrt. Wie wenn er schon immer zum Rudel gehören würde. Manchmal schleichen sich ganz leise Gedanken in meinen Kopf: unser 17 jähriges Katerchen Tatzi ist vor etwas mehr als einem Jahr hier bei uns friedlich eingeschlafen, umgeben von unseren Hunden und den Hunden einer lieben Freundin. Tatzi war öfters auch das Kopfkissen für Leela, genauso ein Buddha – Kater wie Avani. Eine sehr ähnliche Energie und Ausstrahlung. Auch Tatzi ist nie gerannt im Zusammensein mit den Hunden. Er sass inmitten der Gruppe und zog die ganze Aufmerkamkeit auf sich mit seiner ruhigen und besonnenen Art. Avani macht es genauso. Er sitzt da mit seiner ganzen Präsenz und die Hunde halten Hof.

Ja, ja, du schmunzelst. Wiedergeburt und so… Seelenwanderung…. . Trotzdem: Panda hat wenig Interesse, sie kannte Tatzi nicht mehr. Die beiden anderen Hundedamen waren gar nicht erstaunt, als Avani am vergangenen Sonntag bei uns eingezogen ist. Das Ganze war eher so selbstverständlich. Wie dem auch sei, ich bewundere einfach unsere Vierbeiner, wie sie sich an neue Situationen anpassen, wie vertrauensvoll sie uns Menschen begegnen und wieviel an Weisheit sie mitbringen. Und wie sehr sie immer wieder mein Herz berühren und sich darin breit machen.

Uptdate: und mitterlweile (20.12.2018) ist Avani nun Pandas Bestfriend, siehe Fotos.

Hier noch ein Link zu den Fotos von den 3 Damen und dem kleinen Herrn

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