Hundepsychologie oder wenn sich der Hund auf die Couch legen soll

HundepsychologIn; HundeverhaltenstrainerIn; HundewisschenschaftlerIn, HundekommunikatorIn; HundeverhaltensberaterIn.
Wenn man das Internet durchforstet nach Ausbildungen im Bereich Hundetraining, gelangt man in einen Dschungel von vielversprechenden Berufsbezeichungen und Anbietern. Wie soll der Laie da rausfiltern, welches für ihn und seinen Vierbeiner das passende Angebot ist? Wie schön, dass es Bestrebungen gibt, den Beruf des Hundetrainers zu professionalisieren. In Klammer sei vermerkt, dass man Hundepsycholgie STUDIEREN (sic) kann, OHNE je selber einen Hund sein Eigen genannt oder mit einem Hund in der Praxis selber was zu tun hatte. Die Ausbildung ist zwar lehrreich an theoretischem Wissen und eine gute theoretische Basis, um sich danach in eine praktische Ausbildung zu vertiefen, nämlich in die Ausbildung zum HUNDETRAINER / TRAINERIN.


Als pendant das Studium der Humanpsychologie: nach dem Studium geht es erst in die Praxis nach einer mehrjährigen Therapieausbildung. Der Hundepsychologe geht von der Theorie direkt ans (Hunde-) Werk. Wie unten beschrieben, spielt die Bezeichnung Hunde – Psychologe mit der Hoffnung des Menschen: der Gang zum HUNDE - Psychologen bedeutet, mein Hund hat ein Problem und das ist psychisch und DEM muss man mit einer Therapie helfen. UND der Hundepsychologe weiss auch wie, hat er schliesslich studiert. Genau, hat er STUDIERT.
Und nun das Praxisbeispiel dazu: Der besorgte Hundehalter googelt nach fachlicher Unterstützung zu einem Verhaltensproblem seines Hundes und stolpert über das Zauberwort: HundePSYCHOLOGIE: Alles klar, mein Hund hat das Verhaltensthema xy, das MUSS psychisch sein. Und ein HUNDE Psychologe weiss ja über die Psyche des Hundes bestens Bescheid: Legen wir also den Vierbeiner mal auf die Couch, lassen ihn über sein Problem berichten (resp. der Mensch berichtet), stellen suggestive Fragen – dem Menschen, nicht dem Hund - fassen das Problem zusammen und bieten eine Lösung an. Die Lösung basiert meistens nicht auf einer gründlichen Verhaltensanalyse, sondern erfolgt frei Schnauze nach einer möglichen Interpretation oder aufgrund einer Vermutung.  Da werden Bachblüten verteilt, Kügelchen gegeben, Musik abgespielt, Duftkerzen angezündet, mit dem Hund über andere Kanäle kommuniziert, in welchen dieser angeblich ausgiebig über seine inneren Themen geredet hat. Sorry, natürlich kommuniziert nicht der Hund direkt, sondern über ein sogenanntes Medium.
Wenn der Mensch nicht mehr weiterweiss, tut er noch so manches. Und was der Mensch auch sehr gerne tut, ist sich aus der Verantwortung nehmen. Einfacher, einen Hundepsychologen fragen, -schliesslich hat ja der Hund ein Problem- als selber bei sich hinzuschauen. Die meisten Problemverhalten sind nicht ursächlich beim Hund zu suchen, sondern der Hund reagiert sehr direkt und unmittelbar auf die innere Stimmungslage seines Menschen. Was soll nun der Hundepsychologe am Hund therapieren? Ich würde da eher dem Menschen empfehlen, die eigenen Themen ehrlich zu benennen und sich selber innerlich zu stärken, damit er für seinen Vierbeiner zum Fels in der Brandung werden kann. Oder sich eingestehen, dass der Hund zwar ein Thema hat, möglicherweise NICHT angeboren sondern antrainiert (von wem und woher auch immer) und eine genaue Verhaltensanalyse sowie ein darauf abgestimmtes Training zusammen mit einem ausgebildeten Hundetrainer /Hundetrainerin sicher eine Möglichkeit für Veränderung wäre. Uebersetzt und zusammengefasst: Mensch nehme dich nicht aus der Verantwortung, schaue zuerst bei dir empathisch UND selbstkritisch hin, was Dein Verhalten und / oder deine innere Verfassung mit dem Verhalten deines Hundes zu tun haben könnte. Und dann suche dir einen für dich passenden Hundetrainer (der vorallem auch den Menschen im Fokus hat), erstelle gemeinsam mit ihm einen Trainingsplan, damit Du Schritt für Schritt mit Deinem Hund wieder ein tolles Team werden kannst. Da beginnt dann auch der gemeinsame Weg.

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