Sicherheit durch Führung

Die meisten Probleme im Alltag mit dem Hund entstehen dadurch, dass sich der Hund von seinem Frauchen oder Herrchen allein gelassen fühlt und deshalb nicht weiss, was er in bestimmten Situationen zu tun hat.
Ein Beispiel dazu: Fido führt sich an der Leine bei Hundebegegnungen jedesmal auf wie eine Furie. Er bellt, hängt sich in die Leine und zerrt in alle Richtungen.
In den meisten Fällen geht der Hund vor dem Hundehalter, es schaut von aussen gesehen so aus, wie wenn Hund und Mensch sich zwar auf demselben Spaziergang befinden, aber jeder für sich alleine unterwegs ist.

Der Hund orientiert sich nicht an seinem Rudelführer sondern muss mit allen Reizen, die da auf ihn einstürmen, selber fertig werden. Und der Mensch hinten an der Leine wundert sich, was denn mit seinem Hund los ist.
Im Idealfall schaut es so aus, dass der Mensch seinem Hund den Platz zuweist, wo dieser sich auch auf einem Spaziergang aufhalten soll: neben oder leicht hinter sich.
Ein ( unsicherer) Hund braucht einen Menschen, der für ihn die Dinge da draussen regelt, damit er sich sicher und entspannt fühlt.
Wir als Rudelführer müssen uns getrauen, dem Hund den Raum einzuschränken. Geht er vor, wird er mit einem Laut (Zischen oder Schnalzen oder ähnlichem) sowie einem Eindrehen des Körpers vor den Hund gestoppt. Der Hund soll sich zurücknehmen und nicht seitlich ausweichen. Hat sich der Hund zurückgenommen, gehen wir einfach weiter. Wir als Hundeführer reagieren schnell und mit eindeutiger Begrenzung, sobald sich der Hund nur leicht an uns vorbeischieben möchte. Je nach Hund reicht schon ein einmaliges Eindrehen, ansonsten wird das wiederholt, bis Fido begriffen hat, wo sein Platz ist.
Wir Menschen haben öfters das Gefühl. dass der Hund doch seine Freiheiten geniessen soll, im Gegenzug aber mit dem daraus resultierenden Verhalten nicht leben wollen.
Ein Hund geht ja nicht einfach so aus Vergnügen spazieren, sondern er sucht draussen immer eine Aufgabe: Gegend markieren, mögliches Territorium abstecken, mögliche Sexualpartner finden, dem Nahrungserwerb nachgehen (dazu gehört auch das Suchen nach Essensresten und das Jagen) etc..
Wenn zu all diesen Aufgaben auch noch dazu kommt, dass er die  Führung übernehmen muss, wird so ein Spaziergang schnell zu einem Stressfaktor für den Hund und somit auch für den Menschen.
Die allermeisten Hunde wollen per se gar nicht führen, sondern geführt werden. Wenn wir das verstehen, gelingt es uns viel besser, den Hund zu begrenzen und ihm zu zeigen, dass er sich an uns orientieren darf und soll.
Als Resultat werden wir einen viel entspannteren Hund haben, der auch bei Hundebegegnungen an unserer Seite bleibt, weil er seinem Menschen als seinem Rudelführer vertraut.

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